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MANCHMAL PASSIERT FOTOGRAFIE NICHT

  • Autorenbild: Alexander  Kästel
    Alexander Kästel
  • 15. März
  • 2 Min. Lesezeit

Ich stand da, mit der Kamera in der Hand. Zwei Frauen direkt vor mir im Gespräch. Nah beieinander, die Köpfe zueinander geneigt, dieser kleine, intime Raum, der ein Dialog öffnet. Worte, die ich nicht hören kann, aber spüren.


ORT: GUCKKASTEN Mannheim | BILDNUMMER: 26017772
ORT: GUCKKASTEN Mannheim | BILDNUMMER: 26017772

 

Und dann diese Scheibe. Glas ist ein merkwürdiges Material. Es trennt und verbindet gleichzeitig. Es hält Abstand und bringt Dinge zusammen, die eigentlich nichts miteinander zu tun haben. In diesem Moment tat es genau das: Es schob mich in das Bild, ohne dass ich wirklich dort war.

 

Mein Spiegelbild – blaue Haare, Kamera vor dem Gesicht – rutschte mitten hinein in den Raum zwischen den Beiden. Nicht als Störung. Eher wie ein dritter Gedanke im Gespräch. Ein stiller Zuhörer. Vielleicht auch nur ein Zufall.

 

Oder ein Fehler.

Und genau da beginnt für mich die Fotografie.

 

Warum ich die Fotografie so liebe? Genau wegen solcher Momente. Dort, wo zwischen Absicht und Irrtum kein Unterschied mehr auszumachen ist. Wo man nicht mehr weiß: Habe ich das gesehen – oder hat die Kamera mich gesehen?

 

Die Antwort schwingt irgendwo im Kopf wie ein Pendel.

Hin und her.

 

War das geplant?

War es Glück?

War es ein Reflex?

 

Mit jeder Bewegung des Pendels entsteht eine neue Antwort. Eine neue Lesart. Ein anderer Blick. Ein anderes Gefühl.

 

Vielleicht zeigt dieses Bild gar nicht zwei Frauen im Gespräch. Vielleicht zeigt es etwas anderes: wie wir uns selbst immer wieder im Anderen entdecken. Flüchtig. Verzerrt. In einer Spiegelung, die nur für einen Augenblick existiert.

 

Ein kurzer Moment des Dabeiseins.

 

Nicht nur als Beobachter.

Sondern als Teil davon.

 

Und vielleicht ist genau das der Grund, warum ich immer wieder zur Kamera greife: Um manchmal – ganz selten – zu erleben, wie die Welt mich für einen Augenblick in ihr Bild hineinlässt.



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Eine Aufnahme einer Blume von hinten und unten. Sie ist Rosa und hat einen grünen Stiel – der Hintergrund ist diffus nebelig in der selben Farbe der Blütenblätter.

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