KARL MARX MONUMENT
Monumental steht der Kopf von Karl Marx vor der vielsprachigen Aufforderung an die Proletarier aller Länder, sich zu vereinigen. Ein politisches Versprechen von Solidarität und internationaler Verbundenheit, in Bronze und Stein eingeschrieben. Das 1971 eingeweihte Monument wurde zum Wahrzeichen einer Stadt, die von 1953 bis 1990 Karl-Marx-Stadt hieß.
Für Alexander Kästel ist dieser Ort jedoch kein neutraler Teil der Stadtgeschichte. Er ist mit der eigenen Jugend und dem Erwachsenwerden in der Region verbunden, mit Erfahrungen von Ausgrenzung und rechter Gewalt. Queeres Leben, bunte Haare, linke Haltung und Techno wurden zu sichtbaren Zeichen des Andersseins und damit immer wieder zu Angriffspunkten.
KARL MARX MONUMENT bringt diese persönliche Erinnerung mit der monumentalen politischen Botschaft des Ortes zusammen. Hinter Marx steht der Anspruch einer weltweiten Solidarität. Davor steht die Erinnerung an eine Wirklichkeit, in der dieses Versprechen für den Künstler selbst nicht eingelöst war.
Die Fotografie ist deshalb keine Hommage. Sie ist Konfrontation und Abschied zugleich. Der Blick durch die Kamera wird zum letzten Dialog mit einem Ort, dessen Geschichte Teil der eigenen bleibt, ohne Heimat geworden zu sein.
Format
20 × 15 cm, Hochformat
Edition
Limitierte Auflage von 10 Exemplaren
Rückseitig nummeriert
Ausführung
Ecken wahlweise rechtwinklig, leicht oder stark abgerundet, rückseitige Aufhängung, Upgrade auf 6 mm Acrylglas gegen einen Aufpreis von 8 €
Werknummer
_72y3239
Hinweis zur Darstellung
Fotografische Arbeiten verändern ihre Wirkung mit dem Licht und dem Raum, in dem sie betrachtet werden. Auch die Darstellung auf Displays kann in Helligkeit und Farbigkeit vom Original abweichen. Jeder Abzug wird von mir sorgfältig geprüft, bevor er mein Atelier verlässt.
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